EA-ProgrammierungNordZentrum · Schweiz Erstgespräch

Leistungsumfang

Was wir für Sie umsetzen

Von der Umsetzung einer einzelnen Anlagelogik bis zur Verteilung auf mehrere Mandate mit getrennten Risikoprofilen, Anbindung an Ihre Systemlandschaft und dokumentierter Prüfung.

Eine Preisliste führen wir nicht. Der Aufwand hängt zu stark vom Einzelfall ab, als dass Pauschalen aussagekräftig wären.

01

Umsetzung von Anlagelogiken

Ihre Regeln werden so weit präzisiert, dass sie eindeutig umsetzbar sind — und anschliessend umgesetzt, geprüft und dokumentiert.

1.1

Signal- und Ausführungslogik

Der Kern des Systems.

  • Ein- und Ausstiegsregeln auf Basis von Indikatoren, Kursmustern oder externen Grössen
  • Positionsgrössen nach festem Betrag, Risikoanteil oder Mandatsvorgabe
  • Verlustbegrenzung je Position, je Tag und über das Gesamtmandat
  • Nachführung von Absicherungen, Teilausstiege, Umkehrlogik
  • Handelszeitfenster, Sessionfilter, Feiertagskalender
  • Verhalten bei Kurslücken, Handelsunterbrüchen und Wochenenden
  • Instrumentenauswahl je Mandat, einschliesslich Ausschlusslisten
  • Protokollierung sämtlicher Entscheide für die spätere Nachvollziehbarkeit
1.2

Mandatstrennung

Ein Signal, mehrere Mandate, unterschiedliche Ausgestaltung.

  • Verteilung auf beliebig viele Konten, auch bei verschiedenen Depotbanken
  • Eigenes Risikoprofil je Mandat: Grössen, Grenzen, Instrumente, Zeiten
  • Umrechnung der Positionsgrössen auf abweichende Mandatsgrössen
  • Zuordnung abweichender Instrumentenbezeichnungen zwischen Depotbanken
  • Abgleich, ob die Zielposition tatsächlich zustande gekommen ist
  • Getrennte Auswertung je Mandat für Reporting und Abrechnung
1.3

Anbindung an Ihre Systemlandschaft

Handelsdaten dorthin, wo sie gebraucht werden.

  • Übergabe an Portfoliomanagementsysteme in vereinbartem Format
  • Datenbankanbindung zur dauerhaften Ablage sämtlicher Abschlüsse
  • Auswertungen nach Mandat, Instrument, Zeitraum und System
  • Zulieferung für das Kundenreporting und für die Depotbank
  • Anbindung externer Datenquellen: Kurse, Kalender, Kennzahlen
  • Übergabe an die Buchhaltung und an die Abrechnung
1.4

Übernahme bestehender Systeme

Wenn etwas läuft, aber niemand mehr weiss, weshalb.

  • Rekonstruktion undokumentierter Anwendungen anhand des Quellcodes
  • Schriftliche Beschreibung des tatsächlichen Verhaltens
  • Ausweis von Abweichungen zwischen angenommener und tatsächlicher Funktion
  • Weiterentwicklung ohne den ursprünglichen Entwickler
  • Portierung zwischen Handelsplattformen mit Nachweis der Signalgleichheit
  • Ablösung durch einen dokumentierten Neuaufbau, wo sinnvoller
02

Prüfung und Validierung

Der Unterschied zwischen «es läuft» und «es ist geprüft» ist der, den Ihre Prüfgesellschaft sehen will.

Testfälle Zu jeder Anforderung ein Testfall mit erwartetem Ergebnis und dokumentiertem Ausgang. Getrennt geprüft werden Signallogik, Auftragsausführung und Risikobegrenzung.
Regressionsprüfung Nach jeder Änderung laufen sämtliche Testfälle erneut. Das Ergebnis wird festgehalten und der Version zugeordnet.
Historische Simulation Mit realistischen Handelskosten, Geld-Brief-Spannen und Ausführungsannahmen. Ohne diese Annahmen ist eine Simulation ein Wunschbild, kein Nachweis.
Systematische Verzerrungen Prüfung auf Look-ahead-Verzerrung, auf nachzeichnende Indikatoren und auf Überanpassung. Ein Ergebnis, das zu gut aussieht, wird zuerst hier untersucht.
Robustheit Verhalten bei veränderten Parametern, erhöhter Ausführungsabweichung, verzögerter Rückmeldung und Datenlücken.
Prüfbericht Schriftlich, mit Testaufbau, Datengrundlage, angesetzten Kosten, Ergebnissen je Zeitabschnitt und einem Abschnitt zu den Grenzen der Aussagekraft. Letzterer fehlt in den meisten Berichten und ist der wichtigste.

Was ein Prüfbericht nicht enthält

Keine Aussage darüber, ob die Anlagelogik künftig ein bestimmtes Resultat erzielt. Eine historische Simulation beschreibt, wie sich ein Regelwerk in bekannten Daten verhalten hätte — wer daraus eine Prognose ableitet, verwechselt Beschreibung mit Vorhersage.

Wir sagen Ihnen offen, wenn Zahlen aus unserer Sicht nicht tragen. Auch dann, wenn das gegen die Erteilung weiterer Aufträge spricht.

03

Häufige Fragen zum Leistungsumfang

Auf welchen Plattformen arbeiten Sie?

Schwerpunkt sind MetaTrader 5 und MetaTrader 4 sowie cTrader. Daneben setzen wir Logiken in Pine Script für TradingView und in EasyLanguage für TradeStation um. Welche Plattform sinnvoll ist, hängt von Ihrer Depotbank, den benötigten Instrumenten und der bestehenden Systemlandschaft ab — das klären wir vor der Offerte.

Wir haben bereits ein System, das niemand mehr versteht.

Das ist ein häufiger Ausgangspunkt und ein eigenständiger Auftrag: Rekonstruktion und Dokumentation. Wir lesen den vorhandenen Quellcode, halten schriftlich fest, was das System tatsächlich tut, und weisen die Abweichungen gegenüber der angenommenen Funktionsweise aus. Erst danach entscheiden Sie, ob weiterentwickelt oder abgelöst wird. Ohne Quellcode ist eine Rekonstruktion nicht möglich; dann bleibt der Neuaufbau anhand einer Beschreibung des Verhaltens.

Können mehrere Mandate mit unterschiedlichem Risikoprofil bedient werden?

Ja, und das ist der Regelfall. Jedes Konto erhält ein eigenes Profil: Positionsgrössen, Verlustgrenzen, zugelassene Instrumente, Handelszeiten. Dasselbe Signal wird je Mandat unterschiedlich umgesetzt. Der Positionsbestand wird je Konto getrennt geführt und laufend abgeglichen.

Lassen sich Handelsdaten an unser Portfoliomanagementsystem übergeben?

In der Regel ja. Gebräuchlich sind Dateiübergaben in vereinbartem Format, Datenbankschnittstellen oder Webdienste. Welcher Weg möglich ist, hängt vom Zielsystem ab; wir prüfen das vor der Offerte anhand von dessen Schnittstellenbeschreibung.

Erhalten wir den Quellcode?

Immer, und zwar vollständig und kommentiert — nicht bloss das übersetzte Programm. Das ist Voraussetzung für Ihre Ausstiegsfähigkeit und damit für die Beurteilung der Auslagerung.

Wie werden die Kosten ermittelt?

Bei klar umrissenen Vorhaben nennen wir nach der Anforderungsaufnahme einen Festpreis. Bei Vorhaben mit offenem Umfang — Rekonstruktion, Anbindung an Fremdsysteme, Wartung — rechnen wir nach Aufwand und nennen vorgängig eine Obergrenze, die nicht überschritten wird. Eine Preisliste führen wir nicht; der Aufwand hängt zu stark vom Einzelfall ab.

Beschreiben Sie Ihr Vorhaben

Nach dem Erstgespräch erhalten Sie eine Festpreisofferte oder eine Aufwandschätzung mit Obergrenze — schriftlich und unverbindlich.

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